#6 Gewalt hat viele Gesichter

Die verborgene Gewalt aufzeigen

Eine besonders weit verbreitete Form fortgesetzter seelischer Gewalt stellt Kontaktverweigerung dar. Sie kann in aufrechten Beziehungen beginnen und weiterbestehen, vielfach reicht sie jedoch über eine bereits überwundene, derartige Partnerschaft hinaus. Für Trennungseltern, welche eine liebevolle Beziehung zu ihren Kindern aufrecht erhalten wollen, besteht es keine Chance auf Ausbruch aus der Gewaltbeziehung, denn die Kinder, zu denen der familiäre Kontakt gehalten werden soll, sind ja nicht die Täter. Zumeist verbunden mit Schuldzuweisungen und Unterstellungen werden betroffene Eltern vom anderen Elternteil am Kontakt zu den Kindern gehindert. Somit erzeugt jede Kontaktverweigerung mehrere Opfer: Eltern, Kinder, Großeltern und Verwandte leiden, oftmals still unter verborgener Gewalt. Zum Tag der Menschenrechte stehen wir gegen jede Form der Gewalt auf.

Hier zur Information ein Hinweis auf lesenswerte Zitate von Andrea Brem, welche zeigen, wie sehr Kontaktverweigerung in Gewaltbeziehungen und die Kontaktverweigerung von Trennungseltern zu ihren Kindern den selben Grundlagen und Mechanismen folgen.
Zitat: „Psychische Gewalt ist vielmehr ein zielgerichtetes, über einen längeren Zeitraum andauerndes, seelisches Quälen. Immer wieder attackiert der Angreifer das Opfer mit Erniedrigungen, Abwertungen, Schuldzuweisungen, Unterstellungen oder aber auch mit gezielter Ignoranz oder Kontaktverweigerung.“

Botschaft #6 als PDF (A4)

Hannes Hausbichler, Verein „Papa gibt Gas“

 

Weitere nützliche Adressen:

Gewaltinfo.at – eine Initiative des Bundeslanzleramts, Sektion Familie und Jugend, mit vielen Informationen und Anlaufstellen

Frauenhelpline gegen Gewalt Tel. 0800 222 555 – kostenlos

Opfer-Notruf – Tel. 0800 112112 – kostenlos

Informationsstelle gegen Gewalt – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

Verein Neustart – Beratungsstellen für Gewaltprävention, Täterarbeit

#5 Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise betrifft uns alle! Doch nicht im gleichen Ausmaß. Diejenigen, die am allerwenigsten zu ihrer Entstehung beigetragen haben, sind von ihren Folgen am stärksten betroffen. Die Kampagne Climate Justice- Let’s do it fair! der Pionierorganisationen des Fairen Handels in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Österreich fordert Klimagerechtigkeit und stellt die Perspektive ihrer Handelspartner*innen in den Mittelpunkt. In Österreich verweisen die EZA Fairer Handel und die Weltläden auf die gravierenden Folgen der Klimakrise für ihre Handelspartner*innen im Globalen Süden und fordern eine klimagerechte Politik. „#5 Klimagerechtigkeit“ weiterlesen

#4 Inklusion ist ein Menschenrecht

Jeder Mensch hat ein Recht auf „Inklusion“, also darauf, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein, dazuzugehören, willkommen und anerkannt zu sein.

Wie alle anderen Menschenrechte fußt das Recht auf Inklusion auf der universellen Menschenwürde: Weil alle Menschen mit der gleichen und unveräußerlichen Würde ausgestattet sind, haben alle die gleichen Rechte und den Anspruch darauf, dass der Staat sie umsetzt. Das bedeutet, dass der Staat die Menschenrechte durch seine Rechtsordnung absichert und die tatsächlichen Voraussetzungen dafür schafft, dass alle ihre Rechte gleichermaßen wahrnehmen können. Dabei gewährleisten die Menschenrechte den Schutz vor jeglicher Form von Diskriminierung, zum Beispiel aufgrund einer Behinderung, der Hautfarbe, der Herkunft oder der sexuellen Orientierung. „#4 Inklusion ist ein Menschenrecht“ weiterlesen

#3 Menschenrechte und unser Essen

Für die allermeisten von uns ist tägliches Essen und sattwerden selbstverständlich. Für sehr viele Menschen auf der Erde ist genau das Gegenteil der Fall.

Was wir einkaufen und was auf unsere Teller kommt, begünstigt oder verhindert gerechtere Verhältnisse. Messer und Gabel in der Hand bei gutem, gerechtem und genussvollem Essen kann uns die eigene Selbstwirksamkeit bewußt machen und stärken.

Botschaft #3 als PDF (A4)

Verein Konsumentensolidarität jetzt – Consolnow

 

Auf den Webseiten von Consolnow gibt es einen „Wegweiser zum guten Konsum“ mit zahlreichen Tipps und Bezugsquellen. So ein Werk ist immer in Arbeit – wer weitere biologische, faire bzw. regionale Angebote kennt, ist herzlich eingeladen, Informationen dazu beizusteuern.

Wer mehr über das Menschenrecht auf Nahrung und die globalen Verknüpfungen wissen möchte, sollte bei FIAN Österreich vorbeischauen.

#2 Frauenrechte sind Menschenrechte

Mädchen und Frauen sollten die gleichen Rechte und Chancen in ihrem Leben haben wie Jungen und Männer und ihnen in allem völlig gleichberechtigt sein. Doch in der Realität zeigt sich ein anderes Bild.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte haben die Vereinten Nationen 1948 eine Resolution verfasst, die den größtmöglichen Schutz aller Menschen gewährleisten soll – und zwar ohne Einschränkung oder wie es in der Erklärung heißt: „ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“.
Darunter fällt selbstverständlich auch das Verbot der Diskriminierung von Frauen.
Doch jeden Tag, überall auf der Welt, erleben Frauen schwerste Verletzungen dieser Menschenrechte: Gewalt in der Familie, vom Partner oder am Arbeitsplatz, Zwangsverheiratungen, Frauenhandel, …
„#2 Frauenrechte sind Menschenrechte“ weiterlesen

#1 Klimakrise und Menschenrechte

„Klima, das ist doch ein Umweltthema. Was hat das mit Menschenrechten zu tun?“ Das fragen sich vielleicht manche. Stimmt schon: Pflanzen, Tiere und Ökosysteme sind von der fortschreitenden Erderwärmung betroffen. Aber der Planet Erde kann auch gut ohne uns Menschen leben – umgekehrt geht es nicht. Wir brauchen gesunde Lebensräume, Wasser, Nahrung und Unterkunft, und schon 1948 wurden diese Ansprüche in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben. 110 Staaten der Welt haben das Recht auf eine gesunde Umwelt schon in ihren Verfassungen verankert. „#1 Klimakrise und Menschenrechte“ weiterlesen

#0 Tag der Menschenrechte – wieder online

Vor einem Jahr hätte wohl kaum jemand gedacht, dass wir 2021 wieder zuhause bleiben sollen und keine physischen Veranstaltungen machen können. Aber so ist es eben – spätestens seit vor 10 Tagen der aktuelle Lockdown verhängt wurde, wissen wir, dass es richtig war, die geplante Veranstaltung noch einmal zu verschieben.

Wir werden also wieder tägliche Botschaften in kleinen Bildern verbreiten, über Mail, soziale Medien, ausgedruckt oder auf Webseiten. Auch so soll die Vielfalt der Menschenrechte und die Breite der Plattform sichtbar werden.  Die Mitglieder werden abwechselnd zu Wort kommen und für sie wichtige Schwerpunkte vorstellen. Die derzeit 51 Organisationen in der Plattform beschäftigen sich ja mit vielen verschiedene Themen, auf viele verschiedene Arten.
Hier im Blog wird es dazu jeweils weitere Informationen geben, und auch die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen.

Botschaft #0 als PDF (A4)

 

 

#10 Menschenrechte verwirklichen

Heute ist der 10. Dezember, der weltweite Tag der Menschen­rechte. An diesem Tag wurde 1948 in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen feierlich verabschiedet.

Aus diesem Anlass haben wir von der Plattform für Menschenrechte uns immer gerne getroffen, um uns untereinander auszutauschen, dazuzulernen und verschiedene Schwerpunkte zu diskutieren. Weil das in diesem Jahr nicht möglich ist, haben wir versucht, unsere Botschaften auf anderen Wegen zu verbreiten, und einige Aspekte der Menschenrechte näher zu beleuchten. Wir hoffen, dass etwas davon auf Interesse gestoßen ist und die Breite der Themen sichtbar wurde (obwohl wir noch lange nicht alle angesprochen haben). „#10 Menschenrechte verwirklichen“ weiterlesen

#9 Rassismus beginnt im Kleinen

Gelegentlich macht es Sinn, sich mal etwas genauer mit den zentralen Begriffen auseinanderzusetzen.

Definition von Rassismus

Rassistisch ist jede Praxis, welche Menschen diskriminiert, beleidigt, bedroht, verleumdet oder an Leib und Leben gefährdet wegen gruppenbezogener körperlicher Merkmale (wie Hautfarbe) und/oder ethnischer bzw. nationaler Herkunft und/oder bestimmter kultureller Merkmale (wie Sprache, Religion, Lebensstil oder Namen). „#9 Rassismus beginnt im Kleinen“ weiterlesen

#8 Konsum und Menschenrechte

Welternährung, Klimagerechtigkeit, Menschenrechte und der Schutz der Biodiversität gehören zusammen. Die evangelische Aktion für Entwicklungszusammenarbeit Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN beleuchten im „Jahrbuch zum Recht auf Nahrung“ die Ursachen von Umweltzerstörung, Hunger und Ausbeutung verursacht durch unseren Konsum und stellen Handlungsalternativen vor. Gleichzeitig fordern sie von der Bundesregierung eine Kehrtwende bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung. „#8 Konsum und Menschenrechte“ weiterlesen